Bergtour vom 16. bis 19.08.07

Klettersteige Gardasee/Italien

Nach gründlichem Studium aller Wettervorhersagen für dieses Wochenende haben wir – Ricco Dunsch, Wolfram Tschuck, Steffen Jackstien, Thomas und Holger Wegner und als „Neuer“ Rene Schade (der 3. Halbestädter !)- uns schnell geeinigt das geplante Ziel - Jubiläumsgrat -  (Überschreitung von der Zugspitze zur Alpspitze) bei besserem Wetter zu versuchen und ein Ziel in Angriff zu nehmen, wofür die Vorhersagen relativ gut waren.

So ging es am Donnerstagmorgen zügig gen Gardasee, 13.30 Uhr begannen wir bereits auf einem wunderschönen, mitten in Weinplantagen gelegenem Zeltplatz, 2 km vor Arco, die Zelte aufzubauen.

Eine Stunde später waren wir bereits am Fuße des Via dell Amicizia, um von Riva aus diesen herrlichen Kletterstei

g über den Dächern von Riva zu bezwingen. Nach einer reichlichen Stunde Berg-Anmarsch hatten wir dann die für diesen Steig bekannten senkrechten Leitern (40 und 70 m lang) erreicht und ohne Probleme ging es dann immer senkrecht bergauf, die Stadt Riva, den nördlichen Teil des Gardasees mit vielen, vielen Seglern und Surfern im Rücken und weit unter uns.

Gegen 17.30 Uhr war dann der Cima SAT (1276m) bezwungen und damit ca. 1200 Höhenmeter bei dieser „kleinen Einlauftour“ zurückgelegt. Bergab auf einem recht steilen und kurvenreichen Wanderweg trieb uns dann der Durst (im Schatten waren es bestimmt noch 25 Grad), der Hunger und die bald hereinbrechende Dunkelheit ganz schnell nach Riva.

Nach einer Runde zu Trinken, dem herrlich erfrischendem Bad im Gardasee, Meloneessen bis zum Abwinken (auf dem Markt in Riva war zufälligerweise an dem Abend großes Melonenfest, wo an alle Hungrigen Melonenstücke bis zum Sattwerden verteilt wurden) und der in Italien obligatorischen Pizza ging es ohne Nachttrunk ins Zelt.

Das Ziel für den 2. Tag war das Gebiet um den Monte Bondone, ein Skigebiet oberhalb von Trento mit 2 recht anspruchsvollen, jeweils 4,5 Stunden angegebenen Klettersteigen.

Nach einem für Bergsteiger sehr spätem, aber gemütlichem Frühstück in Arco waren wir dann erst 10.30 am Beginn des Aufstieges Richtung Palon Nordgrat (Klettersteig Sentiero attrezzato Degasperie). Nach einer guten Stunde Umherirrens um den Anfang zu finden, ging es dann auf einem landschaftlich reizvollem Weg, der noch teilweise durch Gerölllawinen verschüttet war, oberhalb von Trento, zum Zustieg. Über herrliche Kletterstellen, teils auch nur per Kraftakt zu bewältigen, ging es dann in 1,5 Stunden bis auf 1950 m Meereshöhe.

Die Versuche von Ricco und Wolfram alles per Klettern und ohne Unterstützung der angebrachten Steighilfen zu bewältigen, scheiterten auf Grund der Schwierigkeiten recht bald.

Da es insgesamt doch länger als geplant dauerte, beschlossen wir, den 2. langen Steig nicht anzugehen, sondern den kurzen, dafür aber knackigen Sportklettersteig Rio Sallagoni unterhalb der Burg von Drena zu bewältigen. Und das hat sich gelohnt: schon in der Schlucht haben Ricco, Thomas und Wolfram mit ihren Füßen das Wasser „getestet“, dann ging es am abgeschliffenen Steilfels auf recht weit auseinander stehenden Eisenbügeln, teils auch mächtig überhängend, steil bergauf.

Höhepunkt war eine ziemlich schwankende Dreiseil-Hängebrücke, bei der niemand von uns die leichtere Umgehung nutzte.

Es war einfach eine phantastische, sportliche Herausforderung, nach der dann die Pizza, diesmal in Arco, wieder klasse schmeckte. Bei einem guten „Gläschen“ (Becher der Thermoskanne bzw. direkt aus der Flasche) Rotwein von „unserem“ Weinberg ließen wir den gelungenen Tag ausklingen.

Der nächste Tag führte ins wieder etwas nördlich von Arco nach Pietramurata zum laut Klettersteigführer schönsten Steig „Via ferrata Ernesto „Che“ guevara“.

Und es war wirklich ein grandioser Steig: ca. 5 Stunden lang, sehr gut gesichert, nicht allzu schwer, mit sehr vielen Kletterstellen und Leitern und immer mit Blick ins Tal. Problem an diesem Tag war mehr die Ausrüstung unseres „neuen“ Bergfreundes Rene: Einen vorher geplanten vollständigen Ausrüstungs-Check (vom Steigeisen bis zum Helm) lehnte er ab und seine Bergschuhe aus den Zeiten von Luis Trenker fielen uns nicht auf. Jedenfalls lösten sich nach einer Stunde auf diesem Steig (ca. 500m über dem Einstieg) die Sohlen an einem Schuh völlig und am anderen teilweise ab, glücklicherweise war unser Arzt und Verbandsspezialist Tomas mit dabei, mit Tape, Riemchen und Kabelbinder hielten die Schuhe bis zum Ende des Tages !!! (Tipp für den Rucksackinhalt: Tape und Kabelbinder).

Nach den trotz des vielen Schweißes herrlichen 4,5 Stunden in voller Sonne fanden wir am Ausstieg eine wunderschöne riesige Almwiese mit einer (geöffneten) Refugio vor, die 1. Runde zahlte natürlich Rene, sein von ihm auf den Gipfeln auf die Anfrage „Rene, geht`s noch“ oft gehörter Spruch („noch 10 mal hoch und runter“) kam ihm heute nicht über die Lippen.... Noch größer wurde die Stimmung als er auch noch seinen Einstand aus dem Rucksack packte: eine Literflasche Jägermeister !!!

Vertrauend auf unsere guten Orientierungskenntnisse (ohne Wanderkarte) und nach den paar Schlucken Jägermeister nahmen wir dann einen Abstieg, der uns in ein völlig falsches Tal führte – als wir nach dem Weg zum Auto fragten, hörten wir immer nur „Madonna, Madonna...“ Da wir auch nicht wieder bergan steigen wollten, begaben sich Thomas und Ricco per Anhalter zu den Autos und kamen uns nach ca. 2 Stunden entgegen und holten uns ab.

Der Abend endete dann wie immer – Pizza, Pasta, Bier und Rotwein. Gegen Mitternacht sahen wir dann auf dem Zeltplatz bei der Flasche Rotwein wahrscheinlich noch prima erholt aus, so dass eine andere Zeltbewohnerin uns fragte „gesportelt seid ihr aber heute nicht viel, oder ?“, und dies nach einer 9stündigen Wanderung mit ca. 1400 m Aufstieg...

Am Sonntag, dem 19.8. hieß es dann schon wieder vom Gardasee Abschied nehmen. Um noch einen Klettersteig zu machen, nahmen wir deshalb das recht spartanische (nur süße) Frühstück in Trento ein.

Der wirklich ganz trockene Bach „Rio secco“ in Dosson sollte unser letzter und laut Führer der schwerste Klettersteig (K5 auf der 6teiligen Skala) sein.

Einige Stellen erforderten richtige Armkraft, aber durch unsere Stiege an den voangegangenen Tagen meisterten wir das recht problemlos und sehr schnell, so dass wir in der am Zustieg liegenden Gaststätte bis um 12 Uhr noch 10 Minuten warten mussten, auf ein umso leckeres Pastaessen mit Muscheln und anderen Meeresfrüchten.

Damit hatten wir genügend Kraft getankt um in 7,5 Stunden nach einer problemlosen Autofahrt Sonntagabend wie der in Königstein und Umgebung anzukommen.

So ging ein ereignisreiches verlängertes Wochenende mit 5 bewältigten schwierigen Klettersteigen und insgesamt ca. 4100 Höhenmetern zu Ende.

Die nächsten Ziele für 2008 stehen natürlich auch schon: je nach Wetterlage der Jubiläumsgrat, ein Schweizer 4000er (Nadelhorn ?) oder aber der Triglav in Slowenien mit einer Canoning-Tour.

Holger Wegner

50 Jahre K V G
16.06.2018

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