Bergtour vom 26. bis 29.08.10

Allalinhorn (4027m) - Wallis/Schweiz und Klettersteig Kandersteg – Berner Oberland

Die unmittelbaren Vorbereitungen für unsere Bergtouren gleichen sich jedes Jahr – Wo haben wir die besten oder zumindest einigermaßen gute Wetterbedingungen? Diesmal waren die besten Wetterbedingungen für das Walliser Gebiet vorhergesagt. Deshalb ging es wie im letzten Jahr wieder nach Saas Almagell. Durch den frühen Start (bereits um 3 Uhr) in Königstein, konnten wir

– Th. und H. Wegner, St. Jackstien, R. Dunsch, L. Hensel, M. Weidemann, N. Jackl und W. Tschuck – bereits gegen 15 Uhr mit dem Aufstieg bei bestem Sommerwetter von Saas Almagell (1760m) zur Britannia- Hütte (3030m) beginnen, die wir dann fast pünktlich gegen 18.45 Uhr zum 4-Gänge-Menü (Tomatensuppe, Nudeln mit Fleisch, frischer Salat, Kuchen) erreichten.

Nach der sehr warmen Nacht (10°C in 3000m Höhe um Mitternacht!) war um 3Uhr Wecken und eine Stundespäter waren wir zum Abmarsch auf das Rimpfischhorn bereit. Nach einem kurzen Abstieg musste dann der Weg über den breiten Hohlaubgletscher gesucht werden, und das war nur mit Stirnlampen und ohne Gruppe vor uns ein schwieriges Unterfangen, aber nach ca. 1,5 Stunden hatten wir dann auf dem Hohlaubgrat endlich unseren Weg gefunden und konnten diesen nach einem kurzen Geröllabstieg auf dem Allalingletscher fortsetzen. Riesige Gletscherspalten zwangen uns dann die Steigeisen anzulegen. Die aufkommende Morgendämmerung gestattete uns den weiteren Weg auf die Allalinscharte einzusehen – zwischen Eis und Geröll steil bergan, nach ca. 6 Stunden hatten wir dann die Allalinscharte in 3500m Höhe erreicht und das Rimpfischhorn lag zum Greifen nahe vor uns. Nur war leider kein Weg zu sehen und Versuche selber zu spuren endeten immer an von Schnee bedeckten Gletscherspalten. Da es auch immer mal wieder leicht regnete und aus Nordwesten riesige dunkle Wolken aufzogen, beschlossen wir den Rückmarsch auf dem- selben Weg anzutreten. Das war auch vernünftig, denn es fing an richtig stark zu regnen und dies dauerte den gesamtem Rückweg an. Bei einigen machte sich auf dem Rückweg wahrscheinlich schon die Höhe bemerkbar: Lutz versuchte den Gletscher abwärts auf dem Hosenboden rutschend zu bewältigen, mit dem Eispickel als Bremse und Ricco ging selbst den Wanderweg bis zur Britanniahütte mit angeschnallten Steigeisen…. Jedenfalls erreichten wir alle gegen 13.30 Uhr völlig durchnässt die Britanniahütte und nutzten den Nachmittag zum Relaxen und vor allem zum Schuh- und Wäschetrocknen.

Der Plan für den Sonnabend war die Überschreitung des Allalinhornes und bei ausreichender Zeit und gutem Wetter evtl. noch der Alphubel und dann der Abstieg nach Saas Fee. Geplant war Frühstück um 4 Uhr und dann gegen 5 Uhr Abmarsch, zum Frühstück waren wir wegen des schlechten Wetters (Nebel, Regen, Sturm) die einzigen, aber ein Bergsteigen war unmöglich.. So haben wir uns bis zum 2. Frühstück – dann gegen 8 Uhr - nochmals hingelegt. Anschließend wurde es in der gesamten Hütte unruhig, denn das Wetter verbesserte sich etwas und die ersten Gruppen bereiteten sich auf den Abmarsch vor. Wir schlossen uns dem an und begannen kurz nach 9 Uhr mit der Besteigung des Allalinhornes, leider ohne Wolfram und Norbert, die wegen ihrer nassen Schuhe nicht in den Schnee wollten und so nach Saas Almagell abstiegen. Da wir den Weg vom Vortag über den Gletscher und zum Hohlaubgrat schon kannten, konnten wir uns bereits nach 50 Minuten auf den Aufstieg auf dem Hohlaubgrat gen Gipfel machen. Herrliche, einfache Blockkletterei mit mitunter phantastischer Aussicht auf die umliegenden Gletscher und Gipfel ließ uns recht schnell auf das Schneefeld in ca. 3500 m gelangen, dort wurde gerastet und die Steigeisen angelegt, kurze Zeit später hatten wir dann auch die Gruppen, die ½ Stunde vor uns gestartet waren, ein. Da aber in der Höhe ca. 10 bis 15 cm Neuschnee gefallen war, überließen wir die Spurarbeit diesen Gruppen und deren Bergführer. Das hatte den Nachteil, dass wir an der Kletterstelle ca. 100 Höhenmeter unter dem Gipfel auf dem Grat bei wieder einsetzendem Schneesturm fast eine Stunde warten mussten, ehe wir die Kletterei im 2. und 3. Schwierigkeitsgrad in Angriff nehmen konnten. Bis dahin war es auf den Gletscherhängen eine schöne, manchmal auch recht steile, aber kaum eisige Tour, die mitunter auch recht nahe am Grat entlangging. Mit Michael als Vorsteiger (!) bewältigten wir die ca. 50m hohe Kletterstelle sehr schnell und sicher und waren nach einem kurzen Gipfelaufschwung gegen 16 Uhr auf dem Gipfelgrat des Allalinhornes (4027m). Eine kurze Information vom Team im „Base camp“ (= Saas Fee) ergab, dass die letzte Bahn von Metro Allanin nach Saas Fee bereits 15.45 Uhr abgefahren war, so stand uns also eine vielstündige Wanderung über 2300 m Höhenmeter ins Tal bevor, an die Besteigung des Alphubels war nicht mehr zu denken.

Zuvor mussten wir erst einmal die 560 Höhenmeter nach Metro-Allanin bewältigen: Eigentlich eine „Latsche“, die sich wesentlich schwieriger als gedacht erwies, da die „gelatschte“ Spur durch Schneeverwehungen kaum noch zu sehen war, teils am Steilhang richtiger tiefer Neuschnee war und wir nur ganz vorsichtig und gesichert abwärts gehen konnten. Auf dem Sommerskigebiet sahen wir noch 2 Pistenfahrzeuge arbeiten, die nun Hoffnung für uns darstellten: Vielleicht müssen die Fahrer auch noch ins Tal? Eine kurze Frage ergab, dass wir riesig Glück hatten, dass die Fahrer uns mit der Dienstfahrt mit nach Saas Fee nehmen und so hatten wir dann noch eine sehr schöne Fahrt im Stollen nach Felskinn und von da aus per Seilbahn bis nach Saas Fee, wo unser „Basislager-Team“ bereits das Auto gebracht und Betten gebucht hatte, so dass einem netten Abend nach der gelungenen Bergtour nichts mehr im Weg stand.

Am Sonntag nutzten wir auf dem Weg nach Hause das wieder schöne Wetter und begaben uns nach der Bahnverladung im Lötschbergtunnel an den Klettersteig in Kandersteg, den wir im Jahr zuvor wegen Regenwetters nicht begannen.

Wir bewältigten in 2,5 Stunden 550 m Klettersteig, der mit Unmassen von Stahl bestückt war, es gab kaum einen natürlichen Tritt bzw. Griff. Spannende Sachen dabei waren 2 Nepalbrücken über hohe Schluchten, eine Drehleiter, ein ca. 25 m langer flying fox und natürlich phantastische Aussichten in das Berner Oberland, besonders auf das Balmhorn und Blümlisalphorn – vielleicht Ziele im nächsten Jahr? Mit einer Gondelbahn wurde der Abstieg wesentlich erleichtert.

Nach einer 9stündigen Autofahrt trafen wir dann geschafft, aber zufrieden mit dem gelungenen langen Wochenende wieder zu Hause ein und haben natürlich für die nächste Bergtour reichlich alte und auch neue Ziele.

Danken möchten wir besonders dem Autohaus Mischner in Prossen für die Bereitstellung ihres Fahrzeuges.

- Holger Wegner -

50 Jahre K V G
16.06.2018

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Wir sind gerade am Ideen sammeln und prüfen alle Möglichkeiten. Um das Jubiläum zu einem Erlebnis für alle machen zu können, bitten wir jeden, der die Möglichkeit hat oder jemanden kennt, der einen kennt...um eine Spende.
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