Im Internen Bereich befindet sich für alle Mitglieder - unter der Rubrik Protokolle - das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 16.09.2016.

Bergtour vom 16. bis 19.09.2014

Adlersteig, Giewont -Polnische Hohe Tatra

Mit Hilfe mehrerer Biwaksendungen konnten in diesem Jahr auch die bis dahin Unschlüssigen und mit ausreichend Vorbehalten gegen die Hohe Tatra ausgestatteten Bergfreunde überzeugt werden, dem kleinsten europäischem Hochgebirge einen Besuch abzustatten, zumal das

Alpenwetter nicht viel Gutes versprach, aber im Osten noch relativ stabiles Wetter angekündigt war.

So starteten wir

- St. Jackstien, R. Dunsch, M. Weidemann, W. Tschuck, L. Hensel und H. Wegner – am Donnerstag, dem 18.9. gegen 5 Uhr in Königstein und waren nach entspannter und staufreier Autobahnfahrt (nur einige Mautstellen ließen uns kurz anhalten) bis ca. 50km vor Zakopane (dann ging es auf einer gut ausgebauten Landstraße weiter) und gegen 13 Uhr im Hauptort der polnischen Hohen Tatra - in Zakopane.

Gewundert haben wir uns über die vielen, vielen Wanderer, die uns (donnerstags nachmittags !) entgegen kamen und auch viele waren in unserer Richtung unterwegs. Wir waren recht schnell und nach 2 Stunden bereits an der Hütte. Leider mussten wir dort erfahren, dass die Hütte (100 Plätze) vollkommen ausgebucht war… Versuche, in kleineren Hütten auf derselben Höhe Unterkunft zu bekommen, scheiterten gleichfalls – So ging es also wieder zurück ins Tal nach Zakopane und dort fanden wir schon fast im Dunklen eine kleine einfache Pension zu unschlagbaren Preisen: 8€ das Bett. Auch der Tagesabschluss mit Gaststättenbesuch und polnischem, sehr leckerem Essen entschädigte für den nicht geplanten Abstieg ins Tal.

Eine Vorführung der „modernen“ (???) Nachtmode durch Micha rundete den Abend ab.

Am nächsten Morgen wurde der Berganstieg mit der Seilbahnfahrt von Zakopane-Kuznice (1010m) auf den Kasprovie Vrch (1985m) stark abgekürzt, aber wir hatten ja eine sehr lange

Grattour auf dem Adlersteig (orlicka perc) vor uns. Zuerst ging es auf einem recht gemütlichen Wanderweg bis zur höchsten Stelle des Tages – auf die Swinica (2300m).

Nach ca. 30min. begann dann am Kozi vrch der eigentliche Adlersteig, lt. Wikipedia „der schwierigste Wanderweg Polens“.  Der Steig darf auch nur in der nordöstlichen Richtung begangen werden – viele steile Ab- und Aufstiege, wo man oft leicht klettern musste, aber in sehr gut gestuftem Fels war das für uns überhaupt kein Problem – für andere Wanderer (und es waren sehr viele unterwegs) schon, so dass sich an Schlüsselstellen richtige Staus bildeten. Und spannend ging es weiter: an Ketten, auf Leitern und immer wieder zu klettern – ein herrlicher Klettersteig, bei trockenem Wetter auch ohne Klettersteigset bzw. Seilsicherung zu bewältigen. Eine Empfehlung für jeden kletternden Wanderfreund.

Nach ca. 5 Stunden auf diesem Adlerweg sind wir dann vom Granat Przelec Richtung Czarna staw und Murawaniec- Hütte abgestiegen, manche haben sich noch die köstlichen Heidelbeeren unterwegs munden lassen, und dann in der Hütte ließen wir uns das Gipfelbier schmecken. Auf dem uns schon vom Vortag bekannten Weg ging es dann nun fast im Dunklen wieder nach Zakopane, insgesamt waren wir über 10 Stunden wandernd unterwegs, wanderten und kletterten fast 19 km, 1200m hoch und über 2000 Höhenmeter bergab. Höhepunkt des Abends war dann das gemeinsame Anschauen des Halbfinalspiels der WM im Männervolleyball zwischen Polen und Deutschland, welches  in Katowice stattfand. Dieses Spiel war für die Polen so ähnlich wie für Deutsche ein Spiel bei der Fußball-WM, d.h. die Gaststätten mit public viewing waren sehr voll. Leider verloren die deutschen Volleyballer nach hartem Kampf dieses Spiel.

Auch dieser Abend brachte noch einen „Höhepunkt“: die stark riechenden Bergschuhe eines unserer Wanderer – trotz Kälte mussten die Fenster ganz weit geöffnet werden….

Am nächsten Tag war für uns der „Hausberg“ Zakopanes, der Giewont das Ziel, wieder ging es per Bahn auf den Kasprowie Vrch, von da aus aber diesmal in die westliche Richtung, leider bei regnerischem Wetter und schlechter Sicht, nach ca. einer Stunde waren wir bereits auf der Kondratova Kopa (2004m), von dort konnte man schon den Aufstieg auf den Giewont gut sehen – und auch die Massen, die sich hoch- und runter bewegten. Der direkte Gipfelanstieg war dann mit Ketten gesichert und glücklicherweise als Einbahnstraße ausgelegt. Auf dem Gipfel (1894m) selbst war kaum ein Platz zum Sitzen zu finden.

Nach dem langwierigen Abstieg vom Gipfel – es war wieder einmal Stau - ging es dann einen schön ausgebauten Wanderweg mit einer Pause in der hala kondratowa zurück nach Zakopane. Den Abend beschlossen wir wieder mit einem Gaststättenbesuch.

Am Sonntag ging es dann bereits gen Heimat, in Krakow legten wir einen Stop mit einer Stadtführung per Kleinbus ein und konnten so einen kleinen Einblick in das wunderschöne Krakow mit seinem Wawel, dem Judenviertel („Schindlers Liste“ spielte dort)  und dem beeindruckendem Marktplatz bekommen.

Weiter fuhren wir dann über Katowice gen Heimat. Hier hätten wir eigentlich das Spiel der Volleyball-WM um den 3. Platz zwischen Deutschland und Brasilien angucken müssen, aber wir hatten nicht gedacht, dass dort noch freie Plätze zu haben waren.

So ging es recht zügig nach Hause und wir konnten ein wunderbares Bergwochenende abschließen, mit fast 50km gewanderten und gekletterten Kilometern und 2500 Höhenmetern bergauf und 4300m bergab.

Die früheren Skeptiker zum Bergwandern in der Hohen Tatra konnten ihre Meinung revidieren und waren bestimmt nicht das letzte Mal im „kleinsten Hochgebirge der Welt“.

    

H. Wegner

Bergtour vom 12. bis 15.07.12
Versuch am Barre des Ecrins  (4102m) - Frankreich

„Every Year the same procedere“

phoca thumb l barre des ecrins 2012.100 14Die Vorbereitungen für unsere Bergtouren bestehen im Suchen der Gebiete mit einigermaßen guten Wetterbedingungen für hochalpine Touren.

Dieses Jahr haben wir -Th. und H. Wegner, St. Jackstien, R. Dunsch, M. Weidemann, N. Jackl und W. Tschuck - die Entscheidung bis nach Schaffhausen am Rheinfall aufgeschoben. Die Internetvorhersagen waren von West nach Ost und Nord nach Süd überall

gleich: Regen, Regen, Regen … nur am südlichsten Zipfel der Alpen in Frankreich sollten sonnige Tage werden.

Also nahmen wir eine noch längere Strecke als im vorigen Jahr in Angriff: Nach ca. 1350km und 15 Stunden Autofahrt waren wir dann – nach dem Überqueren der Tour de France – Alpen-Pässe Col de Tourmalet und Col de Galibiere gegen 19.30 Uhr in Briancon. An einen Hüttenanstieg war nicht mehr zu denken, so mussten wir in einer Gite de etape Quartier nehmen. Am Freitagmorgen waren wir dann schon um 8 Uhr am Ausgangspunkt des Anstieges Richtung Barre des Ecrins bzw. Dom de Neige in der Nähe von Alefroide. Von der Hütte Refugio Cezanne (1850 m) ging es in 5 Stunden immerhin auf 3170 m bis zur Hütte „Refugio des Ecrins“. Anschließend war ein gemütlicher Nachmittag mit Essen, Chillen, Mikadospielen und Vorbereitungen auf den Gipfelsturm am nächsten Tag angesagt. Nachmittags rissen dann auch mal die Wolken auf und ein wunderbarer Blick auf den Gipfel des Barre des Ecrins (4102 m)und seinen Nebengipfel Dome de Neige(4015 m) bot sich.

Die Aufstiegspuren waren bis zum Plateau in ca. 3900 m Höhe sehr gut zu sehen - der Aufstieg schien gut machbar. Nach einem guten Abendessen (mit französischem Käse) war dann bereits 20.30 Uhr Nachtruhe in einem gut gefüllten Matratzenlager, denn das Frühstück war für alle Gäste der Hütte (alles Aufstiegsaspiranten – ca. 50 Personen)) um

3 Uhr geplant.

Um diese Zeit war dann auch Wecken und Frühstück, so dass wir gegen 4 Uhr starten konnten – bei leichtem Regen!!! Erst ging es einen steilen Abhang (150 Höhenmeter) zum Gletscher (Glacier Blanco). Dort legten wir ein Materialdepot an, um auf dem Rückweg nicht wieder zur Hütte aufsteigen zu müssen und bereiteten uns auf die Gletscherbegehung vor (Steigeisen und  Seil anlegen). Anfangs ging es eine Stunde relativ flach ansteigend auf dem riesigen Gletscher (teils auch spaltendurchsetzt) entlang, überraschenderweise waren um diese Zeit schon Lawinenabgänge an den umliegenden Felsen zu hören. Dann ging es teilweise im Gänsemarsch steil ansteigend, aber durch den relativ weichen Schnee gut begehbar, an einem herrlichen Gletscherrand nach oben. Unsere beiden Seilschaften waren gut drauf und konnten an anderen Seilschaften schnell vorbeigehen. In ca. 3700m Höhe kamen uns dann erste Seilschaften entgegen, die zeitlich eigentlich noch nicht auf dem Gipfel gewesen sein konnten. Nach weiteren 100 Höhenmetern wussten wir warum: es begann heftig zu schneien, es war ein stark böiger Wind, die Sicht war vielleicht 5 Meter und die Spuren vor uns und hinter uns wurden schnell zugeweht. Kurze Beratung und der Entschluss stand: Umkehren !!

- Auch wenn wir nur ca. 200m unter dem Gipfel und alle noch gut bei Kräften waren. Aber auch im Wissen um das Geschehen 2 Tage vorher am Mont blanc (9 tote Bergsteiger) war es die einzig vernünftige Lösung – alle Seilschaften gingen an diesem Tag ohne Gipfelerfolg zurück.

Da wir noch viel Zeit hatten und weiter unten das Wetter wieder etwas besser wurde (der Gipfel war aber die gesamte Zeit in dichte Wolken gehüllt) übten wir unter „fachkundiger“ Anleitung von Thomas die Spaltenbergung – nach einiger Zeit gelang es uns auch Ricco wieder aus der Gletscherspalte zu befreien.

Der Abstieg in das Tal war dann nur noch eine Frage der Kondition und 13.30 Uhr waren wir wieder (bei Sonnenschein!) an  der Refugio Cezanne.

Anschließend ging es über den Col de montgenevre, Turin, Mailand, den Comer See wieder per Auto gen Heimat, an weitere Bergabenteuer war nicht zu denken, denn unterwegs war viel Regen und teils heftige Gitter. Am Sonntag konnten wir gegen 6 Uhr in der Frühe unsere Frauen überraschen….

Holger Wegner

Nachdem wir wegen schlechten Wetters in den Vorjahren auf den Ortler und in die Brenta ausweichen mussten, sollte in diesem Jahr die Besteigung des höchsten Berges Österreichs gelingen.

Der Großglockner ist der Grenzstein von zwei österreichischen Bundesländern: Kärnten und Tirol. Den meisten "Autoalpinisten" wird nach befahren der Großglockner- Hochalpenstraße der beeindruckende Blick vom Kärntner

Franz- Josefs- Haus über die Pasterze, einst der Paradegletscher des Landes- heute leider nur noch ein trauriger Schatten seiner Vergangenheit, in bester Erinnerung sein. Aus seiner 1200 Meter hohen Ostwand steckt der Glockner zwei kleine felsige Spitzen- den Kleinglockner (3783 m) und den Hauptgipfel (3798 m) hervor.

Für unsere Tour näherten wir uns den Großglockner von der südlichen Tiroler Seite. Über Kitzbühel, Felbertauerntunnel und Kals erreichten wir am Donnerstag, den 19. August mit Motorkraft das Lucknerhaus (1918 m) im Ködnitztal. Mit großen Rucksäcken ging es dann durch dieses wunderschöne Tal zur neuen futuristischen Stüdelhütte. Der Prager Kaufmann Stüdel gilt als der Begründer des Bergführerwesens in Kals und errichtete die nach ihm benannte Hütte am Fuße des gleichnamigen Grates in 2801 Meter Höhe.

Vor der Stüdelhütte bei unserem Abmarsch in Richtung Erzherzog-Johann-Hütte

Der Aufenthalt auf der Stüdelhütte dauerte länger als geplant. Heftige Gewitter und Regenfälle machten am Freitag einen Gipfelversuch unmöglich. Um flexibler auf das Wetter reagieren zu können, der Wetterbericht meldete ein heranziehendes Hochdruckgebiet, entschieden wir uns gegen 10 Uhr nach einer Wetterberuhigung für den Aufstieg über den Ködnitzgletscher auf die 3454 m hoch gelegene Erzherzog Johann-Hütte. Von hier fehlen nur noch 344 m zum Gipfel.

Aufgrund des Wetters befanden sich in dieser Nacht nur vier Gruppen auf der Hütte. Ein großer Vorteil wie sich am folgenden Tag zeigen sollte. Der Stau an der berühmten Glocknerscharte entfiel somit für uns. Dieser etwa 6 Meter lange Grat zwischen den beiden Glocknergipfeln kann nur von einer Person begangen werden.

Der Wetterbericht hielt Wort, die ersten Ausläufer des Hochs waren da! Also noch einen heißen Tee getrunken, Klettergurte und Steigeisen angelegt und auf zum Gipfel! Über ein steiles Firnfeld erreicht man den Gipfelaufbau des Kleinglockners. Wegen ungewöhnlich viel Schnee mussten die Steigeisen weiter ihre Dienste verrichten. Nach Überschreiten der Gipfelwächte des Kleinglockners ging es zur zweiten Schlüsselstelle, der Glocknerscharte. Links geht es 600 m tief hinunter auf den am Vortag begangenen Ködnitztalgletscher, zur rechten Seite liegt 1300 m tiefer die Pasterze. Doch mit entsprechender Seilsicherung wird der schmale Grat etwas breiter und so erreichten wir wenig später in leichter Blockkletterei den Gipfel, der seit drei Jahren unser Ziel war. Die locker aufgezogene Wolkendecke gab teilweise den Blick zur benachbarten Venedigergruppe, dem Wiesbachhorn und in südwestliche Richtung zu den Dolomiten frei.

                                     

Am Nachmittag gelang der Abstieg zur Stüdelhütte, wo wir trotz riesiger Bettenkapazität nur noch ein Notlager finden konnten. Am Donnerstag waren wir fast die einzigen Gäste! Zusammen mit dem Andrang auf der Erzherzog Johann-Hütte stand dem Glockner ein staureicher Sonntag bevor. Wir stiegen Sonntag in aller Ruhe ab, genossen den imposanten Blick aus dem Ködnitztal auf die riesige Felspyramide und waren so gegen 20 Uhr in unserer schönen Sächsischen Schweiz mit vielen neuen Eindrücken.

Bergtour vom 30.6. bis 3.07.11

Gran Paradiso (4061m)

Überschreitung La Tresenta (3609m) Aosta/Italien

und

Klettersteig Via Kapf/Via Kessi bei Götzis /Österreich

Jedes Jahr dieselbe Vorbereitung auf die Tour: Genügend Ziele stehen fest, nur wo passt das Wetter am besten dazu? Dieses Jahr waren die Vorhersagen (die sich dann auch bestätigten) am günstigsten für die Südseite der Alpen.

So nahmen wir – Steffen, Micha, Ricco, Lutz, Norbert, Thomas und Holger, Wolfram fehlte leider krankheitsbedingt – eine elend lange Autofahrt in Angriff, die wir nach ca. 1150 km und über 13 Stunden Fahrt in Pont im Val Savarenche ca. 25 km von Aosta beendeten.

Die Bestellung der S

chlaflager erfolgte während der Autofahrt per Handy durch „Esperanto-Norbert“, der in einem irren Sprachgemisch für „sieben people“ alles, letztendlich auch erfolgreich, klar machte.

Gegen 18 Uhr ging es dann vom Parkplatz in 2 Stunden auf einem sehr gut ausgebauten Steig bis zur 2732 m hoch gelegenen Hütte Vittorio Emanuelle II. Die neue Hütte hat die Form einer riesigen Halbtonne, ziemlich ungewöhnlich. Viele schöne schneebedeckte Gipfel begleiteten uns beim Aufstieg über ca. 700 Höhenmeter, aber das eigentliche Ziel der 4000er Gran Paradiso war noch nicht in der herrlichen Abendsonne zu sehen. Nach der Auswahl unseres Schlaflagers (Wir hatten die Wahl zwischen der „Box“ – einem 9Mann –Container und einem 13 Lager-Raum nur für uns 7) in der alten Berghütte Vitt. Emanuelle I kräftigten wir uns noch bei einem ausreichenden 3Gänge-Menu, dargereicht u.a. von einem dort in der Sommersaison arbeitenden, auch etwas deutsch sprechenden, Nepalesen.

Sehr zum Leidwesen von Lutz wurde die Weckzeit für den nächsten Tag auf 4.10 Uhr und Frühstück um 4.30 festgelegt, damit waren wir aber die letzte Gipfelgruppe. Das hatte dann am nächsten Tag den Vorteil, dass wir gegen 6 Uhr ohne Stirnlampen aufsteigen konnten und nach ca. 1 Stunde Latscherei durch Geröllfelder erreichten wir am Anfang des Gletschers weit vor uns losgelaufene Gruppen.

Auf dem Gletscher ging es dann recht problemlos auf sehr gutem, verharschten Schnee, spaltenfrei immer weiter nach oben. Der Gipfelaufbau mit wie auf einer Perlenschnur aufgereihten Masse von Bergsteigern wurde immer sichtbarer, nach ca. 4.30 Stunden erreichten wir auch den Gipfelgrat, die an sich einfache Kletterei Richtung Gipfel-Madonna war durch den großen Andrang (schätzungsweise 80 bis 100 Bergsteiger waren an diesem Tag oben) mit viel Gegenverkehr und Warterei sehr gefährlich. Der Blick aber vom Gipfelgrat ging Richtung Osten zum Matterhorn, Breithorn, Castor, Pollux und Monte-Rosa und gen Westen der Mont Blanc war einfach überwältigend. Auch wenn der Schnee im Abstieg etwas aufgetaut und damit weicher wurde, waren wir recht zügig am frühen Nachmittag wieder in der Hütte und konnten uns nach einem Vollbad der „verrückten“ Lutz und Thomas bzw. Waschen im Gletschersee, dem Auffüllen der Flüssigkeitsdefizite, Essen und Ausruhen (Lutz hatte nach dem zeitigen Wecken viel Schlaf nachzuholen) der Planung der nächsten Tour (mit Beratung durch den Hüttenwirt) widmen.

Am Sonnabend dann ging es zur nun bereits gewohnten Zeit diesmal gen Osten. Nach einer Stunde Lauferei verließen wir dann die Spuren der früher gestarteten Gruppen und gingen direkt auf einen steilen, mit Lawinenabgängen durchsetzten Hang zu. Nach einer ca. 20minütigen Kletterei im sehr steilen (fast senkrechten) Schneefeld standen wir dann im Sonnenschein auf dem Grat zum Gipfel des La Tresenta. Das Begehen des Grates zum Gipfel war Bergsteigerfreude pur: leichte Blockkletterei, Schneegrate und dies alles bei einer fantastischen Aussicht auf den Gran Paradiso im Rücken und den Ciarforon vor uns, gen Osten die Gipfel rund um das Matterhorn, weit voraus der Gipfel des südlichsten Alpen-4000ers (barre des ecrins) und im Hintergrund konnte man das Mittelmeer erahnen. Den Gipfel des La Tresenta hatten wir dann für uns alleine.

Gegen 12 Uhr nach viel Laufen im Geröll und über weichen Schnee waren wir dann wieder in der Hütte, nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann noch knapp 2 Stunden zum Auto, in dem unser Essen und die Getränke trotz der hochsommerlichen Hitze gut gekühlt waren. 15 Uhr war dann per Auto Start zur nächsten – ungewissen – Etappe.

Ziel war es so weit wie möglich zu fahren, irgendwo in Nähe des Bodensees zu übernachten, um dann am Sonntagvormittag noch einen Klettersteig zu bewältigen. Die Quartiersuche gestaltete sich unerwartet als sehr schwierig, erst nachdem Lutz aus seinem „Winterschlaf“ erwacht war, beteiligt e sich dieser an der Quartiersuche: eine gute Bekannte in Winterthur fiel ihm ein, ein Anruf dort und Nadja (so hieß sie) bot uns – 7 durchgeschwitzten, abgekämpften und unrasierten Kerlen – die Wohnung ihrer z. Zt. nicht anwesenden Mutter an. Als wir dann gegen 19 Uhr in Winterthur waren, konnten wir der netten Einladung von Nadja und deren Freund Markus nicht widerstehen und richteten uns in der Wohnung der Mutter ein, nach einer kurzen Reinigungstour genossen wir dann zu neunt das Essen beim Italiener.

Am nächsten (Sonntag)Morgen wollten wir eigentlich um7 Uhr in Winterthur in einer Bäckerei frühstücken, da diese leider noch geschlossen war, fuhren wir Richtung Klettersteig weiter und fanden in Götzis eine bald öffnende Bäckerei, in der wir ein sehr gutes Sonntags-Morgen-Frühstück einnehmen konnten und damit genügend Kraft für den kurzen, aber sehr knackigen Klettersteig Via Kapf bzw. Via Kessi in der Nähe von Götzis hatten.

Anschließend konnten wir gut geschafft und glücklich weil erfolgreich den Heimweg bei bestem Wetter antreten, erst ab Nürnberg bekamen wir das Regenwetter zu Gesicht, welches das gesamte Wochenende zu Hause herrschte

Ganz herzlich möchten wir uns bei Nadja und Markus für die Unterkunft in Winterthur bedanken, ihr seid ganz lieb eingeladen die Sächsische Schweiz näher, mit unserer Unterstützung kennenzulernen. Auch beim Autohaus Mischner in Prossen möchten wir uns für die wiederholte Bereitstellung des Fahrzeuges bedanken.

Holger Wegner

50 Jahre K V G
16.06.2018

Die
Königsteiner Volleyballgemeinschaft wird 50 Jahre alt. Dieses Ereignis wollen wir gebührlich feiern.

Wir sind gerade am Ideen sammeln und prüfen alle Möglichkeiten. Um das Jubiläum zu einem Erlebnis für alle machen zu können, bitten wir jeden, der die Möglichkeit hat oder jemanden kennt, der einen kennt...um eine Spende.
Unsere finanziellen Ressourcen sind derzeit sehr begrenzt und jede Hilfe ist herzlich willkommen.

Die Bankverbindung ist auf der Seite "Beitragsordnung" angegeben. Als Zweck bitte "50 Jahre" angeben.
Vielen Dank


Noch

267 Tage

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Partnerprogramm

allgemeine Termine
25 Sep 2017, 18:30 Uhr (Beginn)
25 Sep 2017, 22:00 Uhr (Ende)
3.Herrenmannschaft - Spieltag
27 Sep 2017, 19:30 Uhr (Beginn)
27 Sep 2017, 23:00 Uhr (Ende)
2.Herrenmannschaft - Spieltag
30 Sep 2017, Uhr (Ende)
Turnier Geising
17 Okt 2017, 19:00 Uhr (Beginn)
17 Okt 2017, 23:00 Uhr (Ende)
3.Herrenmannschaft - Spieltag
20 Okt 2017, 19:30 Uhr (Beginn)
20 Okt 2017, 23:00 Uhr (Ende)
2.Herrenmannschaft - Spieltag
Belegung Vereinsgelände
Keine Termine