Am Freitag, den 26. August 2002 stiegen Norbert Jackel, Ricco Dunsch und Andreas Heinrich in Richtung Dom (4545 m) auf. Der Hüttenzustieg von Randa im Mattertal zur wunderschön gelegenen Domhütte (2940 m) beträgt stattliche 1510 Höhenmeter und wurde am Donnerstag bewältigt. Zum Gipfel lagen noch 1650 Meter vor uns. Wie in den Westalpen üblich war die Nacht zum Freitag bereits um 3:00 Uhr beendet. Nachdem über den Festigletscher, das Festijoch und der Hohberggletscher erreicht wurden, zeigte sich eine Wetterbesserung, wie das untere Bild zeigt. Leider sollte sich diese Besserung nur vorübergehend

einstellen. Die für den Dom bekannten starken Winde, eine sehr schlechte Sicht (gleißendes Licht!) und die ungewohnte dünne Luft jenseits der 4000 m Grenze ließen uns auf dem Sattel umkehren. Etwas traurig schauten wir im Abstieg vom Festigletscher auf den nun "freien" Gipfel!

Am 24.08.01 standen um 14:00 Uhr  Dr. Thomas Wegner, Dr. Holger Wegner, Frank Daniel, Steffen Jackstien, Ricco Dunsch, Frank Daniel und Andreas Heinrich v.l.n.r. auf dem Gipfel des Montblanc. Somit konnten alle angereisten Bergfreunde der Königsteiner VG den Gipfel erreichen.

Unsere Hochtourengruppe reiste vom 23.-26. August 2001 nach Chamonix, dem Alpinistenmekka der Alpen. Ziel der Reise war die Besteigung des Montblanc. Nach 12 Stunden Fahrt mit dem Auto standen wir Chamonix und sahen erstmals

3800 m über uns den Montblanc mit seiner gleißende Kuppel vor dem tiefblauen Himmel. Der Monarch, der höchste Berg der Alpen, der Gipfel schlechthin in diesem Teil der Erde. 

Ohne viel Zeit zu verlieren erreichten wir nach einer lustigen Fahrt den etwa acht Kilometer von Chamonix entfernten kleinen Ort Les Houches (1000 m). Von dort gelangten wir mit einer Seilbahn zur Station Bellevue (1790 m). Mittels Zahnradbahn ging es kräftesparend in eine Höhe von 2372 m (Nid d´Aigle). Vor uns lagen an diesem Anreisetag die 800 Hm zu unserer Unterkunft, der Refuge Tête Rousse (3167 m).

Nach keinen fünf Stunden Schlaf bzw. Ruhen (es war schrecklich eng und warm) und einem Katzenfrühstück ging die Tour los. Zuerst querten wir den kleinen Glacier de Tête Rousse (Gletscher). Über einen gestuften Grat ging es gerade hinauf zum Nordgipfel der  Aiguille du Goûter (3817 m). Kletterei bis Stellen II und der lose Fels in der Rinne, in die kurz vor dem Gipfel abgeseilt wird stellten mit dem kurzen, etwa 45 Grad steilen Eishang am Ende des Grates den anspruchvollsten Teil der Strecke dar. Auf dem Gipfel der  Aiguille du Goûter zeigte sich uns eine völlig neue Szenerie. Gewaltige Schneehänge ließen die Stampferei der nächsten Stunden erahnen. Vor Unterschätzung sei hier aber gewarnt, denn nicht alle, die dorthin so begeistert ausziehen, kommen ungeschoren davon. Die ungewohnte Höhe, ungenügende Kondition und Wetterstürze lassen aus den weißen Hängen, die die Gefahr einer Skipiste ausstrahlen, eine unmenschliche Szenerie werden. 

Von der Aiguille du Goûter ging es in südöstlicher Richtung über den breiten Firnrücken hinauf zum Dôme du Goûter (4303 m). Von hier eröffnet sich ein etwas entmutigender Blick auf den mächtigen Gipfelaufbau des Montblanc. Nach dem Abstieg in das riesige Schneefeld des Col du Dôme (4240 m) ließen wir die Notschachtel Refuge Vallot (4362 m) links liegen und erreichten nach dem überschreiten zweier überfirnter Gratbuckel (Les Bosses) den bekannten Bossesgrat, an dem von uns wegen seiner geringen Breite sauberes Steigeisengehen abverlangt wurde. Nach etwa 300 m standen wir auf dem höchsten Punkt. Was uns hier geboten wurde war fast so wie der Blick aus einem Flugzeug. Bei strahlendem Sonnenschein sahen wir im Osten die Walliser Berge, auf dem Monte Rosa standen wir erst im letzten Jahr, im Süden den Grand Paradiso, im Norden den Genfer See und 1000 m  unter uns die am Anreisetag noch so unerreichbar hoch wirkende Aiguille de Midi (3842 m). Phantastisch! Die Luft da oben ist sehr dünn. Zusammen mit der uns konditionell alles abverlangenden Tour gingen viele von uns an ihre Grenzen. Umso schöner war für uns der Erfolg ein gemeinsames Gipfelbild aufgenommen zu haben. Der Abstieg sollte den Anspruch der Tour an unsere Kondition noch bestätigen. Insbesondere die letzten 600 Hm durch Fels und Geröll waren im Abstieg für unsere Knie und Oberschenkel strapaziös. 

PS: Am 08. August 1786 erreichten der Kristallsucher Jaques Balmat und der Arzt Michel-Gabriel Paccard den Gipfel. Die Erstbesteigung wurde durch 20 Goldtaler, gestiftet von dem Genfer Naturwissenschaftler Horace Bénédict Saussure, belohnt und gilt als Geburtsstunde des Alpinismus.

1861 wurde die heute als Normalweg übliche Route über Aiguille du Goûter, Col du Dôme und Bossegrat erstmals begangen.

Am 19.07.01 ging es für unsere Hochtourengruppe das erste mal in diesem Jahr in Richtung Alpen- genauer gesagt ins schöne Engardien (Schweiz). Nachdem wir den Wintersportort St. Moritz (landschaftlich sehr schön gelegen, aber bestimmt im Winter mit mehr Charme) hinter uns gelassen hatten, stellten wir das Auto bei der Station Morteratsch der Bernina-Bahn ab. Der Berg, welcher der weltberühmten Bahn seinen Namen gegeben hat, war das Ziel unserer Tour. Das Wetter war gut, so dass wir die imposante Nordwand des Piz Pälü und unsere Route über den Fortezzagrat einsehen konnten. Mit dem Aufstieg in die

2438 m hoch gelegene Boval-Hütte rückten wir der Bergwelt der Bernina näher.

Was am nächsten Morgen folgte, war Ernüchterung pur! Ein dicker Wolkenschleier hüllte sich um die Boval-Hütte, nach Rücksprache mit dem Hüttenwart entschlossen wir uns abzusteigen. Unseren Plan über den Piz Palü die 3688 m hoch gelegene Marco e Rosa-Hütte zu erreichen, um am darauf folgenden Tag über den Spalla- Grat den Piz Bernina zu erreichen, konnten wir aufgrund von fast einem Meter Neuschnee vergessen. Wintereinbruch in den Alpen eben.

So entschieden wir uns, einen technisch nicht so anspruchsvollen, aber attraktiven Aussichtsberg zu erklimmen. Das Wetter sollte besser werden und so entschieden wir uns zur Wildspitze umzusetzen. Nach vier Stunden Fahrt über den Ofenpass, durch das Vinschgau und das Timmelsjoch kamen wir im Venter-Tal an. Gegen 19:00 Uhr gingen wir die 900 Höhenmeter zur Breslauer-Hütte an. Nach 2,5 Std. Aufstieg kamen wir etwas geschafft und im Schneetreiben an. Wer bisher dachte um 22:00 Uhr geht auf den Berghütten das Licht aus, der musste sich hier eines Besseren belehren lassen. Um diese Zeit servierte uns das sehr freundliche Hüttenpersonal noch ein warmes und sehr gutes vier Gänge-Menü!

Der Samstag konnte im Vergleich zu den Westalpen ruhig angegangen werden. Das Wetter sollte nach leichter anfänglicher Bewölkung besser werden. Das Frühstück stand dem bereits erwähnten Menü in nichts nach. Und so machten wir uns in aller Ruhe 8:15 Uhr auf die Socken.

Über den Mitterkarferner erreichten wir bei optimalen Bedingungen (der aufgelegte Sonnenschutz sollte bei Einigen nicht reichen!) das Mitterkarjoch (3468 m). Nach einer Pause konnten wir bald den Gipfelaufbau der Wildspitze erkennen. Was wir dann sahen, erklärte den gut gespurten Weg. "Oberflächlich" gezählt konnten 43 Bergsteiger am felsigen Gipfelaufbau ausgemacht werden. Wie ein Ameisenhaufen!

Der verspätete Aufstieg erwies sich als gut gewählt. Nicht nur das das Wetter immer besser wurde, nein auch der Gipfel gehörte uns allein. Und die Aussicht von dem höchsten Berg Tirols erfüllte was sie versprach. Im Süden konnten wir klar Ortler, Zebru und Königsspitze ausmachen. Weiter im Westen sahen wir deutlich die eigentlichen Ziele unserer Tour: Piz Palü und Piz Bernina- jetzt wolkenlos.

Nach einem geruhsamen Abstieg erreichten wir ohne Schwierigkeiten die Breslauer-Hütte. Im Abstieg begegnete uns ein 76jähriger Bergsteiger, sein letzter Berg- sagte er. Seine Seilschaft lachte und meinte, dass sie diese Worte schon seit Jahren hörten- Respekt!

Der Tag neigte sich auf der Sonnenterasse, umgibt von einer herrlichen Bergwelt, seinem Ende.

Unsere Zeiten:

Aufstieg            08:15 bis 13:00

Abstieg             13:20 bis 15:50

PS: Auf der Breslauer-Hütte sollte man nicht auf die Idee kommen seine Hüttenschuhe (Badelatschen) in den Trockenraum mit den Bergschuhen zu tauschen. Einige Bergfreunde sind der Meinung sie könnten sich einfach bedienen. Die Schuh standen am Sonntagmorgen wieder da. Bloß gut, dass diese Leute nicht mit Hüttenschuhen aufsteigen... Sonst wird uns die Breslauer-Hütte immer in sehr guter Erinnerung bleiben und immer eine Reise wert sein!

Wer bei schönem Wetter einen Aussichtsberg der ersten Klasse genießen will und noch keine Erfahrung mit Gletschern hat, dem kann bei entsprechender Ausrüstung (Pickel, Steigeisen und Seil) die Wildspitze nur empfohlen werden.

Norbert Jackel, Wolfram Tschuk, Ricco Dunsch, Andreas Heinrich im Juli 2001

Auf ins Wallis – so das Motto unserer Bergtour 2000

Das Wallis ist das Rückgrat der Alpen. Mehr als die Hälfte der 61 Viertausender der Alpen beherbergt dieses schöne Fleckchen Erde in der Schweiz. Ziel der Tour war der Monte Rosa bzw. dessen höchste Erhebung – die Dufourspitze, 4634 m. Nach den guten Erfahrungen am Ortler und Großglockner wollte unsere Hochgebirgswandergruppe nun ihren ersten 4000er angehen.

 

Die Besteigung der Dufourspitze über den Normalweg ist anspruchsvoll, zumal die Hauptschwierigkeiten erst am luftigen Gipfelgrat liegen. Benannt wurde der Gipfel  1863 nach dem Herausgeber des ersten exakten Schweizer Landkartenwerkes. Die Erstbesteigung gelang 1855 durch eine von Charles Hudson (der 10 Jahre später bei der ersten Besteigung des Matterhorns im Abstieg abstürzte) finanzierte Gruppe.

Das Monte Rosa Massiv

v.l.: Nordend, Dufourspitze, Liskamm, Castor

Unsere lange Anreise (12 Stunden, 1100 km) endete auf dem Parkplatz in Täsch. In dem Ort vor Zermatt müssen die Autos auf einem Riesenparkplatz abgestellt werden. Per Bahn gelangten wir nach Zermatt, wo wir in die Talstation der Gornergratbahn stiegen. Auf dem kurzen Weg streiften wir die Zermatter Fußgängerzone. Dort trifft sich die Welt und über all dem Rummel und den Zermatter Dächern grüßt wie aus einer anderen Welt der Berg der Berge- das Matterhorn. Mit der Gornergratbahn fuhren wir bis zur Station Rotenboden (2819 m). Auf diesem Aussichtspunkt der Superlative heißt es dann Bergpanorama pur! Von Weisshorn (4505 m) über Zinalrothorn, Ober Gabelhorn, Dent d´Hèrens, Matterhorn (4478 m), Breithorn, Pollux, Castor und Liskamm (4527 m) gelangte unser Blick erstmals auf das gewaltige Bergmassiv des Monte Rosa. Vom Rotenboden gelangten wir allmählich abwärts zum spaltenarmen Gornergletscher. Diesen überquert und nach 300 m Gegenanstieg und 2,5 Stunden Fußweg erreichten wir die Monte-Rosa-Hütte (2795 m).

Westalpen, d.h. auch frühes Aufstehen! Um 3 Uhr war die Nacht vorbei. Mit Hilfe von Stirnlampen ging es zügig über die Gletscherschliffe und den Schutt der Unteren Plattje und über eine Steilstufe auf die Obere Plattje (3200 m). Auf dem Gletscher konnte man im Dunkeln eindrucksvoll die einzelnen Seilschaften wie eine Kette von Glühwürmern (Stirnlampen!) sehen. In luftigen 3600 m Höhe erlebten wir einen wolkenlosen Sonnenaufgang. Dieser versprach einen schönen Spätsommertag. Das Matterhorn hüllte sich in Morgenrot und wenig später konnten wir unterhalb der Satteltole den gewaltigen Gipfelaufbau der Dufourspitze erkennen. Über den Sattel (4359 m) erreichten wir den Westgrat. Über einen vereisten Hang, dann über wenig gegliederten Fels, leicht absteigend, dann einen gewaltigen, fast entmutigenden Firnhang gelangten wir zum Vorgipfel. Besonders am Gipfelgrat ist winddichte Kleidung von entscheidender Wichtigkeit  Weiter ging es im leichten Abstieg und dann über steile Stufen zum Gipfel. 

Geschafft! Ein phantastischer Rundblick. Ringsrum nur niedrigere Gipfel, aber gleich in der Nähe eine ganze Versammlung von Trabanten, besonders im von der Signalkuppe nach Westen zum Liskamm ziehenden Walliser Grenzkamm. Dank des wolkenfreien Himmels, war der 90 km entfernte Montblanc klar und deutlich zu sehen. Dom und Matterhorn von oben zu betrachten- genauso eindrucksvoll wie die Tiefblicke auf den Grenzgletscher und die unterhalb der mit Himalaja -Dimensionen vergleichbaren 2500 m hohen Monte-Rosa-Ostwand liegenden italienischen Gemeinde.

 

Nach einigen Gipfelbildern und ruhigen Momenten ging es an den langen Abstieg zur Monte-Rosa-Hütte. Die Anstrengungen des langen Auf- und Abstieges verhalfen uns zu einer tiefen und ausgiebigen Nachtruhe. Am nächsten Tag wurde in Ruhe gefrühstückt, auf der Sonnenterasse die Rucksäcke gepackt und der Abstieg nach Zermatt begonnen.

Nach Besuch des alpinen Museums mit allerlei Gräuelobjekten wurde die Heimreise angetreten. 

Ein Wochenende, welches konditionell als auch aufgrund des exponierten Gipfelgrates in großer Höhe technisch sehr anspruchsvoll war. Hinzu kamen drei Tage Sonnenschein. Blauer Himmel und die schneebedeckten Viertausender des Wallis bedachten uns mit sehr vielen angenehmen Erinnerungen.

Ricco Dusch, Norbert Jackel, Steffen Jackstien, Holger Wegner und Andreas Heinrich

September 2000

Literatur: Goedecke, Die Viertausender der Alpen

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16.06.2018

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Wir sind gerade am Ideen sammeln und prüfen alle Möglichkeiten. Um das Jubiläum zu einem Erlebnis für alle machen zu können, bitten wir jeden, der die Möglichkeit hat oder jemanden kennt, der einen kennt...um eine Spende.
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